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24 L'Adieu
Zum Abschluss unseres diesjährigen Adventskalenders kommt hier der Chor „L’adieu des bergers à la Sainte Famille“ aus Hector Berlioz’ L’Enfance du Christ“, mein aller- allerliebstes Stück zu Weihnachten. Und hier hören wir noch einmal das Wiegen des Kindes im 3/8-Takt und wir hören, wie sich die Heilige Familie auf die Wanderung bzw. Flucht aufmacht, begleitet von den guten Wünschen der Hirten. In der dritten Strophe in wundervollem piano haben sie sich bereits ein Stück en
Sybille
24. Dez. 20251 Min. Lesezeit


23 Getanzte Wehmut - Tango
So heiter es beim Walzer gestern zuging, so melancholisch ist die Grundstimmung beim Argentinischen Tango. Der Tango entstand im 19. Jahrhundert in Buenos Aires aus einer Vielzahl von Einflüssen der Einwanderer in das Gebiet am Rio de la Plata. Es vermischten sich kreolische und afrikanische Elemente, die Habanera aus Kuba, auch europäische Einflüsse wie die Mazurka und Polka, das Bandoneon aus Deutschland (erfunden von dem Krefelder Heinrich Band) und Drehungen von Walzer un
Sybille
23. Dez. 20252 Min. Lesezeit


22 Alles Walzer
Vom Walzer ist hier ja schon häufiger die Rede gewesen. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist meist der Wiener Walzer gemeint, während im Gesellschaftstanz der Langsame (=Englische) und der Wiener Walzer unterschieden werden. Ein Vorläufer des Walzers ist die Volta. Dieser vielleicht aus der Provence stammende Tanz war ein im 16. und 17. Jahrhundert in ganz Europa verbreiteter, sinnenfroher und temperamentvoller Paartanz, der Skandal machte durch die lebhaften Bewegungen und Dre
Sybille
22. Dez. 20252 Min. Lesezeit


21 Ländler
Der Ländler ist ein Sammelbegriff für Volkstänze aus Süddeutschland, Schweiz, Österreich, und Slowenien. Obwohl die Bezeichnung relativ spät (Ende des 18. Jahrhunderts aufkommt (als nämlich der Tanz des Landvolkes infolge eines gewissen Überdrusses an traditionellen Gesellschaftstänzen für die städtische Gesellschaft interessant und von dieser zum Teil übernommen wurde), sind die Wurzeln des Tanzes wohl sehr viel älter. Sicher gibt es Wurzeln in den frühen Werbetänzen und au
Sybille
21. Dez. 20251 Min. Lesezeit


20 Nationale Weisen: Mazurka - Polonaise
Wie der Walzer steht die Mazurka im 3er-Takt, allerdings mit anderer Betonung: durch die Unterteilung der ersten Zählzeit mit Punktierung oder Triolen liegt die Betonung auf der 2. Zählzeit, was der Mazurka einen lebhaften, archaischen Charakter verleiht. „Er (der Tanz) vereint feurigen Geist mit Stolz und Eleganz, Lebhaftigkeit mit Lyrik, Würde mit Freude und Kühnheit mit Galanterie.“ Aus London berichtet Fürst Pückler 1827: „Auf dem Ball, dem ich abends beiwohnte, bei der
Sybille
20. Dez. 20253 Min. Lesezeit


19 Partytänze - Quadrille und Galopp
Die Quadrille war höchst populär zur Zeit von Napoleon I. und hatte eine feste Form mit acht Personen (vier Paaren), die sechs klassische Figuren mit so sprechenden Namen wie Le Pantalon oder La Poule tanzten. Die spätere Quadrille des Lanciers wird noch heute an allen dänischen Gymnasien gelehrt und bei jedem Abiball getanzt. Auch zu den Wiener Bällen, wie dem Opernball gehört sie zu Mitternacht mit der Musik aus der Fledermaus zum festen Programm und artet regelmäßig in ein
Sybille
19. Dez. 20251 Min. Lesezeit


18 Eleganz und Leichtigkeit - Ballett
All die Tänze und Tanzsätze, die wir bisher betrachtet haben, waren einerseits Tänze des Hofes oder des Volkes, gleichzeitig wurden diese auch als Teile der an den Höfen aufgeführten Schauspiele auf der Bühne vorgeführt. Der Bühnentanz als eigenständige Kunstform entwickelte sich ab dem 16. Jahrhundert. Im Jahr 1661 gründete Ludwig XIV. die Académie Royale de danse in Paris. In dieser Zeit erfuhr das Ballett eine enorme Weiterentwicklung und wurde zunehmend von Berufstänzer
Sybille
18. Dez. 20252 Min. Lesezeit


17 Grazie und Anmut - Das Menuett
Das Tempo des Menuetts war zunächst beschwingt, der Charakter vergnügt, leger, unbeschwert, tändelnd, und zugleich elegant, anmutig und nobel. Johann Mattheson schreibt ihm 1739 als Affect „mässige Lustigkeit“ zu Daniel Gottlob Türk bescheinigt dem Menuett 1789 einen „edle[n], reizende[n] Charakter“. Aus dem Menuett bilden sich Ende des 18. Jahrhunderts drei Kompositionsrichtungen: erstens der langsamere, traditionell tänzerische Satz, zweitens ein Vorläufer des Walzers, der
Sybille
17. Dez. 20252 Min. Lesezeit


16 Galanterien - Gavotte und andere
Weitere optionale Tänze und Charakterstücke innerhalb einer Suite, die nach der Ouverture oder der festgelegten Folge der traditionellen und musikalisch relativ komplexen oder gravitätischen Grundtänze Allemande , Courante und Sarabande und Gigue nicht notwendig auftauchen mussten, jedoch zur Überraschung und Auflockerung, also zum Divertissement, eingebaut wurden, nannte man Galanterie. Dazu gehören vor allem solche Tänze, die am Hofe Ludwigs XIV. in Versailles u
Sybille
16. Dez. 20251 Min. Lesezeit


15 Beschwingter Rausschmeißer - Die Gigue
Die Gigue ist ein behender englischer Tanz im 3/8-Takt. Man geht davon aus, dass die Gique als "Jig" in den keltischen Teilen Großbritanniens entstanden ist. Bis jetzt wird die Jig in Irland und Schottland als lebhafter und ausgelassener Volkstanz gepflegt. Der Tanz war ursprünglich hauptsächlich ein Solo-Stepptanz ähnlich der Hornpipe . Um 1600 bildete sich die Jig dann in der englischen Kunstmusik zunächst als unabhängiges Instrumentalstück heraus. Der "Import" der Jig na
Sybille
15. Dez. 20252 Min. Lesezeit


14 Ernste Grandezza - Die Sarabande
Die Sarabande - der dritte Tanz der klassischen Suiten-Folge - entstand wohl in Lateinamerika im 16. Jahrhundert und gelangte von dort nach Spanien. Schon 1583 wurde die Sarabanda in Spanien durch Phillip II. aufgrund ihres wilden und skandalösen Charakters verboten. Dennoch wurde sie rasch sehr populär und verbreitete sich schnell über die Grenzen Spaniens hinaus. Als Bestandteil der Suite hatte sie - ausgehend von Frankreich - dann einen getragenen, würdevollen Charakter im
Sybille
14. Dez. 20252 Min. Lesezeit


13 Getanzte Hoffnung - Die Courante
Die frühbarocke Courante war ein sehr fröhlicher, lebhafter, schneller, jugendlicher Tanz mit Lauf- und Sprungschritten, der sich großer Beliebtheit erfreute und im 17. Jahrh. auf keinem Ball fehlen durfte. Als Konzertstück entwickelten sich parallel die italienische Courante, die weiterhin den schnellen und fröhlichen Charakter beibehielt, während die französische Courante sich zu einem „sehr edlen, vornehmen Tanz in mäßig lebhaftem Tempo und einer großer rhythmische Komplex
Sybille
13. Dez. 20251 Min. Lesezeit


12 Wohlausgearbeitete Harmonie - Die Allemande
Wie der Name schon sagt, stammt die Allemande aus Deutschland bzw. genauer aus dem Elsass. Sie begann als gemäßigter Zweiertakttanz, entwickelte sich aber zu einem der stilisiertesten Tänze des Barock. Als die Allemande noch ein Tanz war, wurde sie von Paaren in einer Reihe aufgeführt, die sich an den Händen fassten und dann die Länge des Raumes entlanggingen, drei Schritte machten und anschließend auf einem Bein balancierten. Als Instrumentalstück wird die Allemande im Lau
Sybille
12. Dez. 20251 Min. Lesezeit


11 Vom Tanz zum Konzertstück - Die Tanzsuite
Aus den höfischen Tänzen des späten Mittelalters und der Renaissance, die in in einer bestimmter Abfolge getanzt wurden, entwickelte sich die barocke Suite. Diese wurde dann nicht nur zum Tanz, sondern als Unterhaltungs- bzw. Konzertmusik gespielt. So entstand die Form einer mehrteiligen, zusammenhängenden Abfolge von Instrumental- oder Orchesterstücken zumeist gleicher Tonart, die prägend war für das Barock (bis später, ab Mitte des 18. Jahrhunderts und wesentlich mit Josep
Sybille
11. Dez. 20252 Min. Lesezeit


10 Mit Würd und Hoheit angetan
Die Pavane , dieser würdevolle Tanz, wurde an Königs- und Fürstenhöfen bei großen Feierlichkeiten und Bällen vom gesamten Hof getanzt und diente dabei auch der prunkenden Zurschaustellung kostbarer Roben und Gewänder. Man spielte ihn auch bei Hochzeiten zum Einzug der Braut in die Kirche. Die englische Königin Elisabeth I. hatte anscheinend eine Vorliebe für die Pavane. Die Blütezeit erlebte die Pavane im 16. und 17. Jahrhundert. Im Weiteren entwickelte sich die Pavane immer
Sybille
10. Dez. 20251 Min. Lesezeit


9 Heiter im Kreis - Der Reigen
Die antike Form des Reigens war die griechische Chorea („das Tanzen, der Chortanz, Reigentanz“), ein vorzugsweise kultischer Tanz mehrerer Personen zu Gesang. Das Wort χορός choros (m.; vergleiche deutsch „Chor“) bezeichnet in den ältesten Quellen und noch bei Homer den Tanzplatz, dann aber auch die Gruppe der Tänzer, die zugleich Sänger waren, und schließlich den Tanz zu Gesang selbst. Homer berichtet von heiteren Kreistänzen junger Männer, die allein oder gemeinsam mit den
Sybille
9. Dez. 20252 Min. Lesezeit


8 Lerne tanzen, sonst wissen die Engel nichts mit dir anzufangen *
Tanz ist überall, es gibt keine Kultur, kein Land, keine Gemeinschaft, in der nicht getanzt wird. Das hängt damit zusammen, dass die Wurzeln des Tanzes tief reichen – bis zurück in unsere Vorgeschichte. Schon in der Steinzeit nutzten Menschen Tanz, um Gemeinschaft zu stärken, Rituale zu begleiten oder Geschichten zu erzählen – lange bevor es schriftliche Aufzeichnungen gab. Noch vor der Entwicklung komplexer Sprachen nutzten die Menschen ihren Körper, um so zu kommuniziere
Sybille
8. Dez. 20252 Min. Lesezeit


7 Mit Flügeln, die ich mir errungen, werde ich entschweben
Ist Schweben ein Zustand oder eine Bewegung? Damit ein Körper seine Position in einem Medium (Gas oder Flüssigkeit) beibehält, muss seine Gewichtskraft gleich der Gewichtskraft des Mediums sein. Er schwebt, oder wie der Physiker sagen würde: F A = p ⋅ V ⋅ g . So das Archimedische Prinzip. Und ist der Körper leichter als das Medium, dann erhält er Auftrieb, im Falle des Mediums Luft kann er also schweben oder fliegen. Mahler hat im obigen Zitat aus der 2. Symphonie wohl e
Sybille
7. Dez. 20251 Min. Lesezeit


6 Fight or Flight
Laufen ist eine natürliche Bewegungsform des menschlichen Körpers. Flucht als eine Verhaltensmöglichkeit bei Gefahr beruht auf neurobiologischen Abläufen, die Adrenalin freisetzen und somit die notwendige Energie für überlebenssicherndes Verhalten bei allen Tieren liefern. („fight-or-flight response“).Rennen war ehemals überlebenswichtig und ist vom Schrecken bestimmt, wie Th. Adorno in Minima Moralia feststellt. Ob das für alle Jogger und Sport-Marathonläufer auch gilt, möge
Sybille
6. Dez. 20251 Min. Lesezeit


5 Laßt die Trompeten laden, durchs Land die Trommeln gehen
Schon im Altertum wurden festliche Aufzüge von Musik begleitet. Um das Gehen oder Marschieren im Gleichschritt zu erleichtern, muss die Musik einen geraden Takt mit entsprechenden gleichmäßigen metrischen Akzenten haben. In der griechischen Tragödie trat der Chor in gemessener Bewegung singend auf und ab. Auch in der antiken Kriegsführung wurden bereits Instrumente gespielt, damit die Spartaner gleichmäßig im Takt marschierten. Ältere französische Märsche haben auch punktie
Sybille
5. Dez. 20251 Min. Lesezeit
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