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21 Ländler

  • Sybille
  • 21. Dez. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Der Ländler ist ein Sammelbegriff für Volkstänze aus Süddeutschland, Schweiz, Österreich, und Slowenien. Obwohl die Bezeichnung relativ spät (Ende des 18. Jahrhunderts aufkommt (als nämlich der Tanz des Landvolkes infolge eines gewissen Überdrusses an traditionellen Gesellschaftstänzen für die städtische Gesellschaft interessant und von dieser zum Teil übernommen wurde), sind die Wurzeln des Tanzes wohl sehr viel älter. 


Sicher gibt es Wurzeln in den frühen Werbetänzen und auch gewisse Parallelen zu entfernteren Verwandten, z. B. dem norwegischen springar oder ungarischen Csárdás, diese sind aber historisch nicht genauer fassbar.  Wesentliche Elemente des Ländlers sind bildhafter Tanz als Paar oder in Gruppen, Gesang (als Gstanzl oder Schnaderhüpfl bezeichnete Vierzeiler, Jodler) und Körperschläge (Händeklatschen, Stampfen, Schuhplatteln), häufig auch improvisiert und zumeist von mäßig geschwinder Bewegung und heiterem Charakter.


Eine weitere sprachliche Ableitung kommt von mundartlich „landlert“ (= langsam, gemächlich) im Gegensatz zum schnelleren Walzer.

Mozart trug nach seiner Ernennung zum Kammermusiker und Komponisten für den Königlich-kaiserlichen Hof im Dezember 1787 regelmäßig zu den Bällen der Karnevalszeit in den Wiener Redoutensälen bei.  Hier hören wir seinen Ländler KV 606 Nr. 2 in der Besetzung 2 Violinen und ein Bass, also eine kleine, volkstümliche Besetzung.


Bonus-Track: Ländler Nr. 3 in D-Dur aus 12 Ländler D790, einer Sammlung reizvoller Tänze von Franz Schubert. Diese rustikalen und heiteren Miniaturen zeigen eine faszinierende Seite von Schuberts musikalischer Persönlichkeit. Ihre Schlichtheit ist trügerisch, denn diese Tänze werden häufig von Schuberts harmonisch wandernder Seele durchgeschüttelt und bleiben dennoch lyrisch, malerisch und melodisch. 


 
 
 

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