12 Wohlausgearbeitete Harmonie - Die Allemande
- Sybille
- 12. Dez. 2025
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Wie der Name schon sagt, stammt die Allemande aus Deutschland bzw. genauer aus dem

Elsass. Sie begann als gemäßigter Zweiertakttanz, entwickelte sich aber zu einem der stilisiertesten Tänze des Barock. Als die Allemande noch ein Tanz war, wurde sie von Paaren in einer Reihe aufgeführt, die sich an den Händen fassten und dann die Länge des Raumes entlanggingen, drei Schritte machten und anschließend auf einem Bein balancierten.
Als Instrumentalstück wird die Allemande im Laufe der Zeit immer komplexer. Eine Beschreibung von 1870: „Der gemessenen Bewegung entsprechend ist sie von ernsterem Charakter mit reicher Melodie und voller Harmonie, häufig auch mit mannigfachen Spielfiguren und Verzierungen nach Art der Spielarie oder des Andante ausgestattet. Mattheson erklärt sie in seinem "Kern melodischer Wissenschaften“ für "eine gebrochene, ernsthafte und wohlausgearbeitete Harmonie, welche das Bild eines zufriedenen und vergnügten Gemüthes trägt, das in guter Ordnung und Ruhe scherzet".
Wir hören hier die Allemande aus der Klavier-Partita Nr. 2 BWV 826, c-moll, hier gespielt von Martha Argerich.
"Johann Sebastian Bach veröffentlichte die Partita Nr. 2 in c-Moll, BWV 826, im Jahr 1731 als Teil seiner Sammlung „Clavier-Übung“ (Klavierübungen). Diese Suiten erschienen über mehrere Jahre hinweg und belegen Bachs Engagement für die Weiterentwicklung der Gattung der Klaviersuite. Das Herzstück der Suite, die gewaltige Allemande, entfaltet sich zu einer Vielzahl von Stimmen, die durch unerwartete harmonische Gefilde wandern und vom Interpreten virtuose Beherrschung erfordern."
Quelle: https://www.pianio.blog/




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