5 Laßt die Trompeten laden, durchs Land die Trommeln gehen
- Sybille
- 5. Dez. 2025
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Schon im Altertum wurden festliche Aufzüge von Musik begleitet. Um das Gehen oder Marschieren im Gleichschritt zu erleichtern, muss die Musik einen geraden Takt mit entsprechenden gleichmäßigen metrischen Akzenten haben.
In der griechischen Tragödie trat der Chor in gemessener Bewegung singend auf und ab. Auch in der antiken Kriegsführung wurden bereits Instrumente gespielt, damit die Spartaner gleichmäßig im Takt marschierten.
Ältere französische Märsche haben auch punktierte Metren, so die Marseillaise. In der Oper des 17. und 18. Jahrhunderts wurde der Marsch auch als allgemeine Aufzugsmusik für Personengruppen oder als Ballettsatz genutzt.

Zur Zeit Friedrichs des Großen und der Befreiungskriege entwickelte sich der Militärmarsch weiter; dieser wiederum wurden in den Karnevalsmärschen im Rheinland persifliert.
Der militärische bzw. patriotische Aspekt des Marsches stand auch im 19. und 20. Jahrhundert in voller Blüte, so z.B. viele Märsche der Familie Strauss in Wien, die zu jeder passenden Gelegenheit patriotische Märsche komponierten.
Wir hören heute den Marsch der Priester aus Mozarts Zauberflöte, also einen nicht-militärischen Opernaufzug, den Beginn des 2. Aktes. Es spielt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Bernhard Haitink.
Und damit die Militärmusik auch zum Zuge kommt, hier der von Beethoven komponierte Marsch des Yorckschen Korps, gespielt vom Musikkorps der Bundeswehr, eingedenk unserer Teilnahme beim Bundeswehrmusikfest.




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