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15 Beschwingter Rausschmeißer - Die Gigue

  • Sybille
  • 15. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Die Gigue ist ein behender englischer Tanz im  3/8-Takt. Man geht davon aus, dass die Gique als "Jig" in den keltischen Teilen Großbritanniens entstanden ist. Bis jetzt wird die Jig in Irland und Schottland als lebhafter und ausgelassener Volkstanz gepflegt. Der Tanz war ursprünglich hauptsächlich ein Solo-Stepptanz ähnlich der Hornpipe.


Um 1600 bildete sich die Jig dann in der englischen Kunstmusik zunächst als unabhängiges Instrumentalstück heraus. Der "Import" der Jig nach Frankreich wird dem Lautenisten Jaques Gaultier zugeschrieben, der von 1619-48 am englischen Hof wirkte. Im barocken Frankreich stieß der nun Gigue ausgesprochene Tanz schnell auf Anklang und war alsbald in Mode.

Die typischen Punktierungen des französischen Stils betonen den tänzerischen und vergnügten Charakter der Gigue. Neben Allemande, Courante und Sarabande wurde die Gigue zum vierten Standard-Satz der barocken Suite, bei der er meistens - aber nicht immer den Abschluss bildete.

Nach 1750 kam die Gigue aus der Mode - hat aber als schwungvolles Finale durchaus in Werken von Haydn, Mozart und Beethoven ihre Spuren hinterlassen. Von Schumann über Debussy und Reger bis hin zu Schönberg, Strawinsky oder Martin tauchen immer mal wieder Stücke mit dem Titel Gigue oder Jig auf. Auch im 20.Jahrhundert trägt die Gigue vor allem den Charakter eines lebensfreudigen Tanzes im Dreiertakt.

Um 1600 bildete sich die Jig dann in der englischen Kunstmusik zunächst als unabhängiges Instrumentalstück heraus. Der "Import" der Jig nach Frankreich wird dem Lautenisten Jaques Gaultier zugeschrieben, der von 1619-48 am englischen Hof wirkte. Im barocken Frankreich stieß der nun Gigue ausgesprochene Tanz schnell auf Anklang und war alsbald in Mode.

Die typischen Punktierungen des französischen Stils betonen den tänzerischen und vergnügten Charakter der Gigue. Neben Allemande, Courante und Sarabande wurde die Gigue zum vierten Standard-Satz der barocken Suite, bei der er meistens - aber nicht immer den Abschluss bildete.

Nach 1750 kam die Gigue aus der Mode - hat aber als schwungvolles Finale durchaus in Werken von Haydn, Mozart und Beethoven ihre Spuren hinterlassen. Von Schumann über Debussy und Reger bis hin zu Schönberg, Strawinsky oder Martin tauchen immer mal wieder Stücke mit dem Titel Gigue oder Jig auf. Auch im 20.Jahrhundert trägt die Gigue vor allem den Charakter eines lebensfreudigen Tanzes im Dreiertakt.

Unser erstes Beispiel ist die ebenso festliche wie beschwingte Gigue aus der 3. Orchestersuite D-Dur BWV 1068: Festlich durch die Trompeten und beschwingt durch die durchgehend verwendeten Punktierungen (für Nicht-Musiker: eine Note wird um die Hälfte verlängert durch die Punktierung). Hier gespielt von der Academy of St. Martin in the Fields unter Sir Neville Mariner.

In der zweiten Gigue aus der Partita für Solo Violine Nr. 2 d-moll BWV 1004, hier gespielt von Hilary Hahn, hört man das Tänzerische, jedoch " der große Ernst, der über allen Sätzen dieses Werkes ruht, geht auch im Tanzschwung der Giga nicht verloren, sondern gewinnt lediglich zusätzliche Farbe durch überbordendes Spieltemperament im großräumingen 12/8-Takt."


 
 
 

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