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13 Getanzte Hoffnung - Die Courante

  • Sybille
  • 13. Dez. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Die frühbarocke Courante war ein sehr fröhlicher, lebhafter, schneller, jugendlicher Tanz mit Lauf- und Sprungschritten, der sich großer Beliebtheit erfreute und im 17. Jahrh. auf keinem Ball fehlen durfte. Als Konzertstück entwickelten sich parallel die italienische Courante, die weiterhin den schnellen und fröhlichen Charakter beibehielt, während die französische Courante sich zu einem „sehr edlen, vornehmen Tanz in mäßig lebhaftem

Tempo und einer großer rhythmische Komplexität ausprägte.


„Die Leidenschafft oder Gemüthsbewegung, welche in einer Courante vorgetragen werden soll, ist die süsse Hoffnung. Denn es findet sich was hertzhafftes, was verlangendes und auch was erfreuliches in dieser Melodie: lauter Stücke, daraus die Hoffnung zusammengefüget wird.“

Johann MatthesonDer vollkommene Capellmeister 1739

J.S. Bach hat sowohl französische als auch italienische Couranten komponiert.


Wir hören die französische Variante in der Orchestersuite Nr. 1 in C-Dur, BWV 1066, hier mit dem Amsterdam Baroque Orchestra unter Ton Koopman.



Dagegen aus der Partita Nr. 3 a-moll BWV 827 die italienische Corrente, gespielt hier von Martin Stadtfeld.


Ein Plädoyer gegen zu schnelle Couranten, "nicht wie ein auf Steroiden aufgedrehter LKW-Fahrer unerbittlich herauszuhämmern, wie die weltverehrte Pianistin „Martha“ und die vielen anderen Pianisten (berühmte und berüchtigte), die sie anbeten." ist hier zu lesen:


 
 
 

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