top of page

2. Dezember: Naturgesetze


Was sind denn Naturgesetze? Darüber forschen Wissenschaftler seit der Antike, und sie streiten immer noch. „Naturgesetze sind (Beschreibungen von) Regelmäßigkeiten im Verhalten realer Systeme.“ Das klingt nach einer allgemein gültigen Formel.


Seit Kopernikus, Galilei und Descartes sehen wir es als Naturgesetz an, dass die Erde um die Sonne kreist. Und durch die Rotation der Erde erleben wir Tag und Nacht.


Schon vor diesen Erkenntnissen orientierten sich die Menschen am (vermeintlichen) Lauf der Sonne. Im alten Ägypten gab es den Sonnengott Re und in der christlichen Religion ist die Sonne das Sinnbild für Auferstehung von Jesus. Die Sonne wurde und wird mit Lebendigkeit und Positivität verbunden, und der Sonnenaufgang als Erlösung von den Bedrohungen der Nacht.


Der Sonnenaufgang wurde als ein immer wiederkehrendes, erhebendes Schauspiel unzählige Male vertont, zu Herzen gehend in Haydns Schöpfung.



Noch machtvoller bei Richard Strauß in der Einleitung von „Also sprach Zarathustra“, die als eine "Morgenröte epochalen Ausmaßes" bezeichnet wurde. Die aufsteigende Trompetenfanfare, der Durchbruch zu C-Dur, absolut triumphal. Richard Strauss befand "Also sprach Zarathustra" nach Nietzsche als "weitaus das Bedeutendste, Formvollendetste, Interessanteste und Eigentümlichste meiner Stücke"




Wesentlicher zarter bei Maurice Ravel in seiner Ballettmusik Daphnis et Chloe, einem Hauptwerk des Impressionismus. Hier flirrt und funkelt es an einem Sommermorgen, die Vögel zwitschern und man spürt schon bald die Hitze des Tages aufsteigen. Igor Strawinsky bezeichnete Daphnis und Chloé als eines der "schönsten Produkte der gesamten französischen Musik".




Oder ist auch der nächste Sonnenaufgang ungewiss?


„Daß die Sonne morgen aufgehen wird, ist eine Hypothese; und das heißt: wir wissen nicht, ob sie aufgehen wird.“

Ludwig Wittgenstein, Tractatus logicphilosophicus
















Kommentare


©2021 VivaceBlog. Erstellt mit Wix.com

bottom of page