7. Rosa Hortensien
- Sybille
- 7. Dez. 2022
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Wer nahm das Rosa an?
Wer wusste auch, dass es sich sammelte in diesen Dolden? Wie Dinge unter Gold, die sich entgolden, entröten sie sich sanft, wie im Gebrauch. Dass sie für solches Rosa nichts verlangen. Bleibt es für sie und lächelt aus der Luft?

Sind Engel da, es zärtlich zu empfangen, wenn es vergeht, großmütig wie ein Duft? Oder vielleicht auch geben sie es preis, damit es nie erführe vom Verblühn. Doch unter diesem Rosa hat ein Grün gehorcht, das jetzt verwelkt und alles weiß.
Rainer Maria Rilke
Die passende Musik zu dem verblassenden Rosa und dem Grün, das alles weiß: Ein musikalisches Aquarell von Frederick Delius.
Delius (1862-1934) wird als britischer Komponist angesehen, hat allerdings deutsche Wurzeln in der Textil-Dynastie der Delius' zu Bielefeld. Wichtig für seine musikalische Laufbahn waren Begegnungen mit Edvard Grieg, Paul Gauguin, August Strindberg und Edvard Munch.
"Nach und nach entwickelte er seinen sehr persönlichen Stil, der anfangs von Wagner und Grieg, später auch von Debussy beeinflusst war: Eine unverwechselbare Harmonik, ein scheinbar unendliches Fließen der Musik und ein dem Impressionismus nahestehendes sensibles Erfassen feinster emotionaler Nuancen. Delius’ Musik kann als bedeutender musikalischer Ausdruck des „Fin de siècle“ verstanden werden. Seine Werke werden in Deutschland fast nicht aufgeführt; nur wenige Klassikliebhaber kennen sie. Ein bestimmendes Element in seinem Schaffen ist die Schönheit (besonders der Natur, üppiger Blumen und Gärten) in Anbetracht von Vergänglichkeit, Herbst, Verfall und Verwelken." zitiert aus Wikipedia




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