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23. Wandern und die Stille

  • Sybille
  • 23. Dez. 2021
  • 1 Min. Lesezeit

Wir gehen noch einmal kurz an die Quelle des Wortes Wandel und finden das althochdeutsche „wantalon“, das „sich verändern, sich in eine andere Richtung wenden“ oder auch „mit jemandem verkehren“ heißt.


Seit dem 14. Jahrhundert ist auch „hin- und hergehen“ gemeint, dieser Sprachgebrauch wurde durch Luther gebräuchlich. Luther unterscheidet in seiner Bibelübersetzung wandeln ‘auf kleinerem Raum hin und her gehen’ von wandern ‘eine größere Strecke zurücklegen’.


Mit dem Wandern sind wir wieder in der Natur angekommen, nach so viel menschlichem Tun und Treiben.

Und nach der Raserei wieder in der Stille. “ohne Bewegung, lautlos, ruhig, leise, verborgen, geheim“, ahd. „stilli“, Der noch ältere Wortstamm ist „Stel“ stellen, aufstellen - daraus wurde auch der Stall.


Der Weg zu allem Großen geht durch die Stille.

(Paul Keller)


Komm, Trost der Welt, du stille Nacht Wie steigst du von den Bergen sacht Die Lüfte alle schlafen Ein Schiffer nur noch, wandermüd Singt übers Meer sein Abendlied Zu Gottes Lob im Hafen.

Joseph von Eichendorff







 
 
 

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