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16. Ovid und die Schmetterlinge

  • Sybille
  • 16. Dez. 2021
  • 2 Min. Lesezeit

Metamorphose (altgriechischμεταμόρφωσιςmetamórphosis, deutsch ‚Umgestaltung‘). Der Begriff wird sowohl auf Pflanzen wie Tiere angewandt, am geläufigsten ist die Verwandlung der Schmetterlingslarve in das ausgewachsene Flügel-Tier.


Johann Wolfgang von Goethe, der ja auch Naturwissenschaftler, war befasste sich auch mit der Metamorphose der Pflanzen und war auf der Suche nach der Urpflanze.

Die Umwandlung von Insekten-Larven zu erwachsenen Tieren als solche war aber längst bekannt, schriftlich beispielsweise festgehalten von Aristoteles (Schmetterlinge). In China war schon seit Jahrtausenden der Seidenbau bekannt; auch aus der Haltung und Nutzung von Honigbienen ergab sich die Kenntnis der Metamorphose. Mit Maria Sibylla Merians Werk Der Raupen wunderbare Verwandelung (Band 1 aus dem Jahr 1679) wurde das Thema schließlich breit wahrgenommen und allgemeines Wissensgut in der Insektenkunde. Francesco Redi hatte kurz zuvor bewiesen, dass sich Fliegen aus Maden entwickeln (1668).


Die Metamorphosen des römischen Dichters Publius Ovidius Naso, geschrieben vermutlich um das Jahr 1 n. Chr. bis 8 n. Chr., sind ein in Hexametern verfasstes mythologisches Gedicht über Metamorphosen. In 15 Büchern zu je etwa 700 bis 900 Versen wird die Geschichte der Welt von ihren Anfängen bis hin zur Gegenwart des Dichters erzählt und in rund 250 Einzelsagen aus der römischen und griechischen Mythologie mit hohem künstlerischen Esprit dargestellt.


Von ihrem Erscheinen an sind die Metamorphosen eine der populärsten Mythendichtungen überhaupt und sicherlich die den mittelalterlichen Schriftstellern und Dichtern am besten bekannte. Der Einfluss dieses Werks auf die Literaturnachfolgender Zeiten sowie auf die bildende Kunst des Mittelalters, des Barock bis hin zu der der Neuzeit ist enorm.

Thematischer Kern ist das in Mythen häufig anzutreffende Verwandlungsmotiv, worin meist ein Mensch oder ein niederer Gott in eine Pflanze, ein Tier oder ein Sternbild (Katasterismos) verwandelt wird.

Behandelt werden sowohl zentrale Geschichten und Figuren der Mythologie (z. B. Herakles, trojanischer Krieg) als auch eher abgelegene Mythen. Manche Metamorphosen werden sogar nur ganz knapp angedeutet oder nebenbei erwähnt (z. B. bei Medeas Rundflug über die Ägäis im siebten Buch).


Sprachlich zeichnet sich das Gedicht durch ein großes erzählerisches Variationsbestreben und einen hohen künstlerischen Anspruch aus, sodass je nach Thema elegische, epische, tragische, komische oder sogar groteske Töne anklingen können. Aufgrund dieser Mischung aus epischer Form, stofflicher Vielfalt und dichterischer Eleganz werden die Metamorphosen als Epos sui generis („von ganz eigener Art“) bezeichnet.


Hier kann man mehr über Ovids Metamorphosen lesen:


Carl Ditters von Dittersdorf, (1739-1799) komponierte 130 Sinfonien. Aus „Zwölf Sinfonien nach Ovids Metamorphosen“ die Nr. 1 in C-Dur „Die vier Weltalter“,



 
 
 

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